...war das Haus rundherum, als wir es im Sommer 2018 zum ersten Mal auch innen besichtigen konnten. Davor waren wir schon einige Male daran vorbeigefahren und hatten es uns angesehen und übereinstimmend gesagt: Das wäre genau das Haus, das wir uns erträumen.
Mittlerweile sind die wild gewachsenen, Ahorne, die teilweise schon die Fundamente durchwurzelten, entfernt und auch ihre Wurzeln ausgefräst. Der gnädige Schleier der Blätter verdeckt nun nicht länger die vielen Schäden in der Fassade .
Leider fanden wir nicht nur an der Fassade, sondern auch im Inneren massive Schäden...
...und das Mauerwerk im südlichen Bereich der Westfassade sah auch nicht vertrauenserweckend aus!
... durchgebrochene Deckenbalken, so dass sich die Fassade bereits nach außen gewölbt hatte, ...
... massiver Hausschwammbefall, den wir erst an der gesamten Westfassade fanden, ...
... und dann leider auch noch in der Mitte des Hauses an einem Schornstein unter der ehemaligen Räucherkammer.
Bei unserer Recherche im Landeshauptarchiv haben wir alte Pläne gefunden, die den Umbau des Gutshaus zur Schule im Jahr 1934 dokumentieren. Die Unterlagen lassen gut erkennen, wie die Raumaufteilung des Hauses ursprünglich gewesen ist. Wir wollen versuchen, diese weitgehend wieder herzustellen.
Ein Großteil der Deckenbalken und Sparren im Dachgeschoss wurde von den ihr Handwerk beeindruckend beherrschenden Zimmerleuten repariert. Teilweise wurden "nur" die Balkenköpfe und Sparrenfüße angelascht, teils wurden die Balken bis zum nächsten Auflager oder sogar komplett ersetzt.
Die im Inneren neu aufgestellten Fachwerkwände wurden klassisch mit Lehmsteinen ausgemauert
Ein Glück, dass uns ein tolles und sehr erfahrenes Handwerker- und Planer-Team bei den Arbeiten unterstützt, ohne deren Können und Wissen wir viele Fehler gemacht hätten.
Impressionen aus den vergangenen Jahren - in verschiedenen Stadien des Verfalls und der Wiederherstellung. Eine Herausforderung, die Bilder zeitlich in die richtige Reihenfolge zu bringen...